Kaum ein Knallbonbon beim KKK

1500 Gäste erlebten den 7-stündigen Vorstellnachmittag des Klubs Kölner Karnevalisten (KKK). DAS große Highlight ist ausgeblieben - und Marc Metzger enttäuscht.
Nach einem optisch sehr gelungenen Opening mit dem Einzug aller Tanzgruppen, die später noch auftreten sollten, verbreiteten die Swinging Fanfares mit ihrem gospelartigen Gesang eine Stimmung wie auf einem Kirchentag in Düsseldorf: "Bei uns ist heut der Teufel los."
Nur gut, dass die Fidele Kölsche der angestrengt lockeren Offene-Hemdkragen-Stimmung mit ihrem Kölschen Potpourri ein Ende bereitet haben. Bunt kostümiert verbreiten sie auf der Bühne ein echtes Karnevalsfeeling, dem sich niemand entziehen konnte. Nach den Fidele Kölsche war der ganze Saal aufgeweckt.
Zeit dafür, dass Moderator Wolfgang Nagel die Lebensleistung von Mottoqueen Marie-Luise Nikuta würdigen konnte: sie ist vor einigen Wochen 70 Jahre alt geworden und feiert dieser Tage ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Die geehrte bedankte sich mit der feinsinnigen Ballade "Manchmol bove, manchmol unge."
Die Beckendorfer Knallköpp wirkten nervös, und die Einstellung ihrer Headsets machten das Zuhören nicht gerade leichter. Weil ihre Masche beim Publikum inzwischen bekannt ist, tun sie sich schwerer, krachende Pointen zu landen. Und so wirkte ihr Auftritt überlang.









