Inflationsschutz

Gefühlt wird das Leben immer teurer, tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall. Im Moment ist die Preis-Steigerungssrate fast gleich Null. Aber Experten warnen bereits, dass es im nächsten Jahr wieder zu einem Anstieg der Preise kommen könnte. Grund dafür sind unter anderem die massiven Leitzinssenkungen und die milliardenschweren Konjunkturprogramme weltweit, sagt Sparkassen-Finanzexperte Maximilian Blusch. "Das führt dazu, dass sehr viel Geld da ist. Und wenn das dann kaufkräftig wird - also, wenn das dazu führt, dass mehr gekauft und mehr nachgefragt wird - dann steigen auch die Preise."
Kommt es zu einer Inflation, dann verlieren vor allem die Geldanlagen an Wert, also jene Anlagen, die Zinsen tragen. "Hat jemand zum Beispiel 10.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto und erhält dafür 1,5 Prozent Zinsen, dann bekommt er am Ende des Jahres 150 Euro. Man sollte aber bedenken, dass beispielsweise bei einer Inflationsrate von 2,5 Prozent diese 10.000 Euro nach einem Jahr nur noch 9.750 Euro wert sind. Also: 250 Euro verliert man, 150 Euro bekommt man Zinsen - unter dem Strich ein schlechtes Geschäft."
Um sein Vermögen am besten vor Wertverlust durch Inflation
zu schützen, kann man in Sachwertanlagen investieren, also zum
Beispiel in Immobilien oder Immobilienfonds. Da man "nicht
alle Eier in einen Korb legen" soll, eignen sich als weitere
Sachwertanlagen z.B. Aktien und Aktienfonds. "Dann gibt es
noch inflationsgeschützte Anleihen. Die sind variabel
verzinslich. Der Zins richtet sich nach der Inflationsrate. Das
heißt: ist sie stärker, dann steigt auch der Zins
automatisch."
In wirtschaftlich instabilen Zeiten ist auch Gold stets begehrt.
Aber Vorsicht: Der Goldpreis kann stark schwanken. "Wir
empfehlen daher, in einen Rohstoff-Fonds zu investieren, wo neben
Gold auch noch andere Rohstoffe wie Öl oder andere Edelmetalle
miteinbezogen sind."
Man sollte also schon heute sein Vermögen auf Werterhaltung
ausrichten. Wie bei allen Anlagen sind die individuelle
Vermögensstruktur, Wünsche und Ziele sowie Erfahrungen
und Risikobereitschaften zu berücksichtigen.
Der Finanztipp wird Ihnen präsentiert von der Sparkasse KölnBonn!














