Irrtümer bei der Geldanlage Teil 3

Wenn es um Geldanlagen geht, gibt es viele Irrtümer, die sich hartnäckig halten. Wir haben schon mehrfach darüber gesprochen. Heute geht es vor allem um das Thema Aktien. Dass der absolute Wert einer Aktie für den Anleger nicht so interessant ist, wie die zukünftigen Gewinne und Dividenden, hat Sparkassen-Finanzexperte Maximilian Blusch schon erklärt.
Vorsicht ist geboten bei der Faustregel "100 minus Lebensalter", mit der man angeblich die individuelle Aktienquote ermittelt, sagt Blusch. "Es gibt zwar einen gewissen Zusammenhang zwischen Lebensalter und Aktienanteil im Depot, wenn man beispielsweise für das Alter gespart hat, sollte das Geld auch irgendwann verfügbar sein. Wenn man dann in stark schwankenden Aktienanlagen unterwegs ist, wäre das nicht optimal. Bei der Frage, ob man in Aktien investiert, sollte man sich aber eher von seiner Anlagementalität leiten lassen."
Jemand, der ein nicht zu hohes Risiko eingehen will, nennt man einen ertragsorientierten Anleger. Ein Beispiel: "Ein ertragsorientierter Anleger würde sein Geld so anlegen: 65 Prozent in Rentenpapiere, also Papiere, die Zinsen bringen, 20 Prozent in einen Aktienfond mit europäischen Standardwerten und 15 Prozent in einen offenen europäischen Immobilienfond."
Viele Anleger sind verunsichert, ob sie überhaupt noch in
Aktien investieren sollen, hier gilt: "Aktienquote ist nicht
gleich Aktienquote. Wenn man beispielsweise das Geld in einen
Aktienfond anlegt und eine große Risikostreuung hat, dann geht
man wesentlich geringeres Risiko ein, als wenn man alles auf eine
Karte setzt und die Aktie eines bestimmten Konzerns erwirbt."
Wichtig ist, dass die Geldanlage zur Anlagedauer passt. Wenn der
Anleger langfristig Geld anlegt, kann er auf kurzfristige
Kursrückgänge bei Aktien gelassener reagieren. Anleger
mit einem kurzen Anlagehorizont können das nicht. Sie sollten
keine Aktien kaufen.
Der Finanztipp wird Ihnen präsentiert von der Sparkasse KölnBonn!














