Der "Kaatebus" erstrahlt nun knallrot

Einen auffälligeren Blickfang als den "Kaatebus"
am Neumarkt gibt es für Passanten kaum. Und ab dem ersten
Sonnabend im Januar bis Karnevalssamstag leuchtet er nun knallrot.
Seit 15 Jahren stand er in schmucklosem Weiß jeweils
während der Session auf dem Neumarkt - und nun hat sein
Besitzer, Ferdi Schmidt, in Absprache mit dem Festkomitee und dem
Sponsor, der Kreissparkasse Köln, den historischen
Doppeldecker-Bus knallrot lackiert.
"Vielen Menschen fehlt einfach das Bewußtsein, dass es
noch Karten für fast alle Karnevalsveranstaltungen zu kaufen
gibt," sagte Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach.
Karten gebe es für jeden Typus von karnevalistischen
Veranstaltungen - genauso wie für Rosenmontagstribünen.
Im Kartenbus werden auch die Tribünenkarten für
Behinderte ausgegeben.
Der Bus hat laut Ferdi Schmidt 3,9 Millionen Kilometer auf dem
Buckel - er fuhr "seit 1952 oder 1953" durch die
Straßen von Birmingham - in edlem Blau. Motor und Getriebe
wiegen zusammen satte zweieinhalb Tonnen und aus dem Auspuff kommt
eine fette grauschwarze Rauchwolke - doch Ferdi Schmidt scherzt mit
Blick auf die bunten Punkte auf dem Bus: "Die Umweltzone ist
für den Bus kein Thema - man kann sich darauf ja den
Punkt mit der passenden Farbe aussuchen."
Der Bus wird am 2. Januar von Ferdinad Jerusalem von Sülz
an den Neumarkt gefahren. "Das ist der einzige Mensch, der
dieses Ding, das keine Lenkhilfe hat, steuern kann," sagt
Schmidt über seinen Fahrer.
Am Rosenmontag steht das Gefährt dann an der Severinstorburg
und ist Plattform für Fotografen aus der ganzen Welt.
Danach wird er wieder eingemottet.










