Programm

Der Finanztipp
präsentiert von
Sparkasse KölnBonn

Änderungen bei SCHUFA und Co

© Radio Köln

Will man umziehen, einen neuen Handyvertrag abschließen oder einen Kredit aufnehmen, dann stützen sich der neue Vermieter, der Handyverkäufer oder der Bankangestellte meist auf die Auskunft der SCHUFA, also einem Unternehmen, das Daten über Verbraucher sammelt und daraus Rückschlüsse auf die Kreditwürdigkeit zieht.

Seit dem 1. April gibt es dazu eine Gesetzesänderung, die mehr Transparenz für die Verbraucher bringt, erklärt Sparkassen-Finanzexperte Maximilian Blusch. "Seit dem 1. April erfahre ich kostenlos, welche Daten über mich gespeichert sind und was die Auskunftei, also zum Beispiel die SCHUFA über mich weiß."

Einkommensdaten, die die Bank für ihre Entscheidung über einen Kredit benötigt, werden von der Bank allerdings nicht an die SCHUFA weitergegeben. "Banken geben insbesondere Daten zum direkten Vertragsverhältnis weiter. Das ist beispielsweise bei einem Ratenkredit die Höhe des Kredites, die Laufzeit und auch die Höhe der Rate."

Der Verbraucher kann jetzt auch seinen "Scorewert" erfahren. Dieser Wert ist mitentscheidend, ob jemand überhaupt einen Kredit bekommt und wie teuer der Kredit wird. "Den Scorewert kann man sich kurz so erklären: Alle Daten, die eine Bank beispielsweise über ihre Kunden hat, werden stark verdichtet und drücken schließlich die Kreditwürdigkeit in einer einzigen Zahl aus, den Scorewert."

Audio-Dateien

Finanztipp vom 08.05.2010

Download

© Radio Köln

Diese Scorewerte dürfen von nun an nicht mehr von den Auskunfteien wie der SCHUFA willkürlich ermittelt werden. Es müssen anerkannte mathematisch-statistische Verfahren angewendet werden, bestimmte Daten werden dabei gesetzlich ausgeschlossen. "Daten über die ethnische Herkunft, die politischen oder religiösen Ansichten und auch die sexuelle Ausrichtung dürfen nicht für den Scorewert verwendet werden."


Der Finanztipp wird Ihnen präsentiert von der Sparkasse KölnBonn!