Die Europäische Kommission für
Menschenrechte hat den deutschen Umgang mit der
Sicherungsverwahrung für menschenrechtswidrig erklärt.
Bundesweit stehen bis zu 80 Schwerstverbrecher möglicherweise
vor der Entlassung.
Die Opferschutzbeauftragten der Kölner
Polizei müssen jeden Tag Dutzende Opfer von Gewaltverbrechen
betreuen. Dass jetzt einige Straftäter wegen eines EU Gesetzes
wieder auf freien Fuß kommen sollen, macht viele von ihnen
wütend.
Bundesweit könnten bis zu 80
Sicherungsverwahrte durch das Urteil der Europäischen
Kommission für Menschenrechte freikommen. In NRW sitzen
Sicherungsverwahrte in den Justizvollzugsanstalten Werl und Aachen.
Viele sehen in dem Urteil ihre ganz persönliche Chance auf
Freiheit.
In der Forensik in Porz könnten bald auch
sicherungsverwahrte Schwerstverbrecher einsitzen. NRW
Justizminister Thomas Kutschaty, sagte auf Anfrage von Radio
Köln, man müsse prüfen, ob bei dem
Kompromissvorschlag der Bundesregierung zu einer alternativen
Unterbringung von Sicherungsverwahrten nicht auch bereits
vorhandene Einrichtungen in Frage kämen.