Weiberfastnacht - die Wiever sin los

Die Tradition Weiberfastnacht zu feiern geht weit ins 18.
Jahrhundert zurück. Damals ging es an dem Tag in den
Klöstern rund um Köln heiß her. Pfaffenfastnacht
hieß das, und erreichte seinen Höhepunkt, wenn Abt oder
Äbtissin schlafen gegangen waren.
Später entwickelte sich die Weiberfastnacht zu einem Fest auf
dem Kölner Alter Markt. Die Marktfrauen dort nutzten den Tag
um ausgelassen zu feiern.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Straßenkarneval zuerst in der
Großmarkthalle an der Bonner Straße gefeiert. 1950 war
auch zum ersten Mal das Dreigestirn dabei. 3 Jahre später
platze die Halle aus allen Nähten und man zog wieder um auf
den Alter Markt. Seitdem organisiert das Traditionskorps der
Altstädter die Party auf dem Alter Markt.
Parallel steht die große Radio Köln-Bühne auf dem
Severinskirchplatz. Auf ihr treten im Laufe des Tages alle
angesagten Karnevalsbands und das Kölner Dreigestirn auf.
Um zu demonstrieren, dass die Weiber an diesem Tag das Sagen in der
Stadt haben, wurde den Männern in der Vergangenheit die
Krawatten abgeschnitten. Dieser Brauch geht aber mehr und mehr
zurück, da die meisten Männer an diesem Tag gar keine
Krawatten mehr tragen.











